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Neuigkeiten

Freitag, 26.10.2018
TEACHEESY Schulung: Noch wenige Plätze frei

VHM biete kostenlose Teacheesy-Schulung in Freising an

Freitag, 26.10.2018
FACEnetwork informiert über TEACHEESY Projekt

Zweiter TEACHEESY Newsletter ist ab sofort verfügbar

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FACEnetwork informiert über TEACHEESY Projekt

Zweiter TEACHEESY Newsletter ist ab sofort verfügbar

Die Zahl von Hofkäsereien und handwerklichen Milchverarbeitern in Europa steigt. Auch wenn es keine offiziellen Statistiken gibt, so belaufen sich Schätzungen auf rund 40.000 handwerkliche Käsereien in ganz Europa. Damit schaffen sie über 120.000 Arbeitsplätze und tragen zum sozialen Zusammenhalt im ländlichen Raum bei. Außerdem leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt einer vielfältigen und naturnahen Kulturlandschaft und des Erbes der regionalen Lebensmittel- und Milchwirtschaft in Europa. Damit erfüllen sie den Wunsch vieler Konsumenten nach nachhaltig und handwerklich hergestellten Lebensmitteln.

FACEnetwork wurde 2013 mit dem Ziel, diese Produzenten europaweit zu vertreten und zu schützen, gegründet. Inzwischen besteht FACEnetwork aus 33 Mitgliedsorganisationen in 17 europäischen Ländern: Österreich, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Polen, Schweden, Spanien, Großbritannien, Belgien, Slowenien, Bulgarien und Griechenland. Damit repräsentiert FACEnetwork bereits mehr als 3.000 Produzenten.

Leitlinie ist ein offizielles Referenzdokument

Eine der Hauptaufgaben von FACEnetwork war die Erstellung einer “Leitlinie der Guten Hygiene Praxis” für den Bereich der handwerklichen Milchverarbeitung, die allen Produzenten in Europa helfen sollte. Mit der Leitlinie sollte den Produzenten ein Werkzeug an die Hand gegeben werden, welches ihnen die Einhaltung der europäischen Hygienegesetzgebung ermöglicht ohne dabei auf traditionelles Wissen, wie die Verarbeitung von Rohmilch oder den Einsatz natürlicher Materialien wie Holz verzichten zu müssen.

Entgegen der landläufigen Meinung soll die europäische Hygienegesetzgebung für traditionelle Herstellungsverfahren keine sehr hohe Hürde darstellen. Vielmehr empfiehlt die EU eine flexible Anwendung der Hygienegesetze. Die Herausforderung war somit, allen europäischen Produzenten mit Vorschlägen zu helfen, um sie an der flexiblen Anwendung teilhaben zu lassen und zu beweisen, dass ihre Herstellungsverfahren in aller Regel sicher sind.

Die Arbeit an der Leitlinie ist inzwischen abgeschlossen und sie wurde im Dezember 2016 durch die EU-Kommission angenommen. Damit ist die Leitlinie ein offizielles Referenzdokument der EU und kann Produzenten und Überwachungsbehörden gleichermaßen wichtige technologische und gesetzliche Hilfestellungen bei der Umsetzung betrieblicher Maßnahmen zur Lebensmittelsicherheit geben.

Was ist der Zweck des TEACHEESY Programms?

Die “Leitlinie der Gute Hygiene Praxis” wurde auf der Internetseite der Europäischen Kommission veröffentlicht und kann dort kostenlos zur weiteren Verwendung heruntergeladen werden. Allerdings war FACEnetwork der Auffassung, dass die Leitlinie für eine einfachere Anwendung durch technologische Hinweise und Erklärungen ergänzt werden sollte.

Um möglichst vielen handwerklichen Milchverarbeiter zu helfen, wollte FACEnetwork Schulungen zur Umsetzung der Leitlinie in die betriebliche Praxis entwickeln. Dazu bedürfte es sowohl fachkundiger Berater in ganz Europa als auch eines Schulungsprogrammes, das Umsetzungshilfen anbieten könnte.

Unter dem Namen TEACHEESY wurde im September 2017 deshalb ein gemeinsamer Förderantrag bei Erasmus+ eingereicht und bewilligt. Dank der Förderung können für zwei Jahre europaweit Schulungsinhalte und Unterrichtsmethoden entwickelt werden und zukünftige Referenten und Berater unterrichtet werden. Das Arbeitsteams setzt sich weitgehend aus den gleichen Fachleuten und Hofkäsern zusammen, die bereits die Leitlinie erarbeitet haben.

Das TEACHEESY Projekt läuft noch bis Ende 2019. Einige Ergebnisse liegen bereits vor und werden aktuell in den ersten Schulungen getestet. Nach der Evalierungsphase sollen die Ergebnisse in den nächsten Newslettern vorgestellt werden.

Quelle: Pressemitteilung von FACEnetwork